Herden, Feuerstellen

KAMINE

Feuerungsstellen wurden bereits in der Steinzeit verwendet. Man grub ein Loch von ca. 40 cm Tiefe aus dem Boden und wurde dann mit Steinen ausgelegt. Der Rauch etwich durch die Öffnung im Dach darüber. In der Römerzeit entstand der „Focus”. Das Familienherd und das „Hypocaustum”, das im Keller die darüber gelegenen Raeume beheitzte. Die eigentlichen offenen Kamine entstanden erst im 13-14 Jhd. in den herrschaftlichen Sclössern. Diese offenen Kamine waren meist in grossen Raeumen mit einem sehr schlechten Wirkungsgrad. Sie dienten als Prestigeobjekte. Waehrend in Westeuropa diese Kamine in vielen Variationen entstanden wurden im Osten die Kachelöfen bekannter mit einem wesenlich effektiver Heizwirkung. Erst im 20. Jhd. begann die Weiterentwicklung dieser Kamine, hauptsaechlich in bürgerlichen Kreisen. Erst 1970 begann man in Frankreich gusseiserne Kamineinlagen zu verwenden, die bis zum heutigen Tage die bekanntesten sind.

KACHELÖFEN

Die ersten Kachelöfen entstanden im 12-13. Jhd. Deutsche und schweizer Meister haben nach vielen Experimenten die ersten Typen gebaut. Zuerst haben sie Tonteller auf das frischgebaute Holzofen gelegt, die spaeter durch gebrannte Kacheln ersetzt wurden. Die waren die Vorgaenger der ersten Kacheln. Wegen der grossen Beliebtheit wurden sie dan in vielen Variationen entwickelt.

STEINBACKOFEN ODER BACKOFEN

Steinöfen wurden in Bauernhaeusern an die Küchenwand gebaut auf einem quadratischen Podest (Berm) gebaut, quadratisch, bei kleineren Typen auch oval. Damit haben sie die Öffnung (Ofentür) erhöht, was nicht nur die Arbeit bequemer machte, sondern es diente auch als Waermedaemmung. Dieser Podest war immer grösser als der Ofen selbst und diente als Sitzbank oder Ablage. Die Form dieser Öfen war meist gebogen. Einige dienten als Kachelofen mit Multifunktion.(mit Gaengen, als angebauten Kochgelegenheit mit Kochplatte und mit einem unabhaengigen Backofen).

BACKOFEN IM AUßENBEREICH

Im 20 Jhd. übernahmen Holzöfen im freien aus Ton. Und diente als Gemeinschaftsofen am Dorfende. Leider mussten diese Öfen jaehrlich repariert werden da sie nur mit gelöschtem Kalk geweisselt wurden.

SPARHERDE

Das Auftauchen dieser kompakten Öfen entstanden meist in baeuerlichen Gegenden in 20. Jhd. Das führte zur Auflösung der traditionellen Werte durch die Industriealisierung. Ohne Zweifel war es ein Errungenschaft, das man es sowohl im Freien mit einem Kaminrohr als auch in der Küche an einen Kamin anschliessen konnte. Dadurch war die Luft in den Raeumen wesentlich sauberer und rauchfrei geworden. Die ersten dieser Öfen wurden aus Stein gebaut mit Kochplatte , mit Backraum und mit geschlossenem Feuerraum. Spaeter verbreitete sich aus Eisen oder Gusseisen mit emailierten Seitenplatten. In Westungarn entstand eine spezielle Art des Einbaus: Backofen, Raeucherkammer, Kesselraum mit Kessel wurden zu einer Eiheit verschmolzen.